Wie würdet ihr das handhaben? Zudem habe ich seit letzter Zeit oft Bewgungsstörung, meine Beine fühlen sich unsicher an und ich stolpere viel uns falle immer wieder hin. Ich gehe morgen nochmal zum Arzt, habe Sorge, dass er jetzt an eine Gehhilfe oder Rollator denkt. Das wäre schlimm für mich. Nutzt jemand von euch Hilfsmittel? Oder hat noch eine Idee? Lieben Dank!

Antworten von Betroffenen der dissoziativen Identitätsstruktur:

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Hallo Rina,

das klingt echt schwierig, ich kann das gut nachvollziehen, einerseits den Wunsch nach Sicherheit durch die Hilfsmittel, andererseits die Angst, dafür negativ bewertet zu werden.

Der Arzt sieht gibt sicher sein Bestes, das Körperliche zu behandeln, so wie er es aus seinem medizinischen Hintergrund für richtig hält, das kann ich nicht so gut beurteilen. Hast du denn zusätzlich auch psychotherapeutische Unterstützung? Das kann ja bei dissoziativen Symptomen gut helfen.

Ich habe selbst keine Anfälle, kenne aber andere dissoziative Ausfälle (z.B. mich plötzlich nicht mehr bewegen können oder nicht mehr sprechen können). Es ist bei jedem anders, bei mir, uns, ist es oft ein innerer Konflikt. Ich will mich z.B. verabreden, eine andere Seite will nicht, kann oder will es mir aber nicht sagen, warum - also sind wir einfach gelähmt.

Dann versuche ich, der Seite zu helfen, Worte zu finden. Oder mir (über malen oder Bewegungen oder irgendwie anders) zu zeigen, was los ist oder was sie gerne möchte. Also versuchen zu fragen, "was brauchst du gerade, um dich sicher zu fühlen?" Und mich dann darum zu kümmern. Das ist natürlich oft nicht so einfach und klappt nicht immer. Und wir versuchen dann, nicht für uns alleine über traumatische Erinnerungen zu sprechen. Das tun wir zur Sicherheit lieber mit der Traumatherapeutin zusammen.

Falls du keinen Therapieplatz hast, oder sich die Suche (wie so oft) schwierig gestaltet, fällt mir noch ein, dass Ellert Nijenhuis Therapeut:innen viel zur Behandlung von Krampfanfällen und Bewegungsstörungen erzählt. Er lehrt z.B. beim "Traumahilfezentrum München" oder "Fortschritte Hamburg", vielleicht können die dich mit Adressen von Therapeut:innen unterstützen, die nach seinem Ansatz arbeiten. Ist natürlich nicht für jeden passend, nur eine Idee und es gibt noch ganz viele andere Ansätze in der Psychotherapie.

Ich weiß nicht, ob da etwas hilfreiches dabei war, in jedem Fall viel Kraft und alles Gute für dich!

Liebe Grüße

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Wir können gerade nicht viel zu sagen, aber es gibt Helme die aussehen wie eine Mütze:

https://senso-care.de/ribcap-lenny

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Huhu Rina, ich finde es gut, dass du hier um Rat suchst und deine Erfahrungen teilst. Wir sind zwar alle keine Ärzte, aber vielleicht helfen dir ein paar Gedanken zu deinem Thema...
Deine Sicherheit hat oberste Priorität, es nützt nichts, wenn die Anfälle unkontrollierbar sind, sich dem Risiko auszusetzen schwer zu stürzen. Bis du sie durch Therapie und Co in den griff bekommen kannst, braucht es Hilfsmittel! Ich finde die Helmmützen voll klasse, wusste gar nicht dass es sowas gibt. Wäre sicher eine schöne Idee?
Durch einen Helm gewinnst du vielleicht auch mehr Selbstsicherheit und vor allem auch Unabhängigkeit, denn mich würde es wohl hindern rauszugehen in die Welt, wenn ich damit rechne ständig zu stürzen UND eventuell ins KH zu müssen weil ich mich am Kopf verletzt habe.
Warst du nun bei deinem Arzt wegen der Unsicherheit beim Gehen? Es könnte sein, dass er nach Lösungen sucht, um deine Sicherheit zu gewährleisten, sei es durch physiotherapeutische Übungen, Medikamente oder Hilfsmittel wie Gehhilfen oder Rollatoren. Es ist okay, Sorgen darüber zu haben, wie diese Hilfsmittel wahrgenommen werden, aber sie könnten auch dazu beitragen, Stürze zu verhindern und deine Mobilität zu verbessern.

Dann würde ich schauen wo es Selbsthilfeangebote gibt (Gruppen, online, offline, veranstaltungen, Foren...) um zu lernen wie andere mit der situation umgehen :)

ich hoffe der Arztbesuch war hilfreich!

weitere Antworten folgen!